Wegwerf-E-Mails: die Fragen, die wirklich gestellt werden
Kurze Antworten, in der Reihenfolge, in der die Fragen aufkommen. Wo ein Absatz nicht reicht, führt ein Link weiter.
Kann ich an dieser Adresse Post empfangen?
Ja — genau darum geht es. Die Adresse existiert von der Sekunde an auf einem echten Mailserver, in der Sie sie übernehmen, und alles, was dorthin geschickt wird, erscheint von selbst auf der Seite, meist innerhalb einer Sekunde. Nichts zu installieren, kein Konto.
Kann ich von ihr aus senden?
Nein, und daran wird sich nichts ändern. Ein ausgehender Kanal ist genau das, was aus einer praktischen Sache ein Spam-Werkzeug macht: Innerhalb weniger Tage stünden die Domains auf jeder Sperrliste, die im Umlauf ist — und ausbaden würden das alle, die die Website nur benutzen, um einen ganz gewöhnlichen Bestätigungscode zu empfangen. Das Empfangen bleibt gerade deshalb nützlich, weil Senden nicht zur Debatte steht.
Wer kann meine Nachrichten sonst noch lesen?
Jeder, der die Adresse kennt. Es gibt kein Passwort, weil es kein Konto gibt — die Adresse ist der Schlüssel. Das ist eine bewusste Abwägung: genau sie macht das Postfach sofort verfügbar.
In der Praxis wiegt das weniger schwer, als es klingt, denn die Adressen sind auf keine brauchbare Weise erratbar, und niemand hat einen Grund, ausgerechnet nach Ihrer zu suchen. Sehr schwer wiegt es dagegen bei einer Sache: Verwenden Sie eine erzeugte Adresse für nichts, dessen Verlust Sie bedauern würden — kein Online-Banking, keine Behördendienste, keine Kontowiederherstellung.
Wie lange hält das Postfach?
Mehrere Tage. Lang genug, dass eine Bestätigung von morgen Sie noch erreicht, kurz genug, dass ein aufgegebenes Postfach nicht ewig herumliegt. Brauchen Sie eine Adresse, die bleibt, dann binden Sie eine eigene Domain ein — dann lebt sie so lange wie die Domain.
Eine Website hat meine Adresse abgelehnt. Warum?
Fast immer wegen einer Sperrliste auf deren Seite, nicht wegen eines Fehlers auf unserer: Manche Dienste führen Listen von Domains, die dafür bekannt sind, Wegwerfadressen auszugeben, und weisen alles ab, was von dort kommt — üblicherweise mit einer vagen Fehlermeldung, die nichts erklärt.
Die praktische Antwort lautet: eine andere Domain nehmen. Genau deshalb wird mehr als eine angeboten. Und wenn Sie vorher wissen wollen, ob eine Domain überhaupt Post empfangen kann, liest der Domain-Debugger ihr aktuelles DNS aus und sagt es Ihnen.
Die ausführliche Fassung dieser Antwort — samt dem Fall, dass das Formular die Adresse annimmt und danach trotzdem nichts ankommt — hat eine eigene Seite: Eine Website nimmt Ihre Wegwerfadresse nicht an.
Kann ich Anhänge gefahrlos öffnen?
Genauso gefahrlos wie Anhänge überall sonst — will sagen: Es kommt auf die Datei an, und Sie müssen hinschauen. Wir entfernen und desinfizieren keine Dateien, wir kennzeichnen sie. Neben dem Anhang erscheinen Warnungen auf zwei Stufen: eine für Dateitypen, mit denen üblicherweise Schädliches ausgeliefert wird oder deren Name auf Verwirrung angelegt ist, und eine deutlichere für Typen, die Programme auf Ihrem Rechner ausführen können.
Wozu sollte ich eine eigene Domain einbinden?
- Niemand hatte bisher Gelegenheit, sie auf eine Anmeldesperrliste zu setzen.
- Die Adresse bleibt, solange die Domain bleibt — nicht nur ein paar Tage.
- Sie bestimmen das Ablaufdatum selbst, also kann es Ihnen nicht ohne Ihr Wissen davonlaufen.
Es ist ein einziger MX-Eintrag — so binden Sie eine Domain ein.
Ist das nun eine echte Adresse oder nicht?
Beide Antworten stimmen, nur über verschiedene Dinge. Technisch ist sie vollkommen echt: echte Domain, echte MX-Einträge, ganz normale SMTP-Zustellung. Kein Absender kann am Protokoll erkennen, dass sie aus einem Generator stammt — auf Protokollebene gibt es dafür schlicht kein Merkmal.
Unecht ist die Verbindung zwischen der Adresse und Ihnen. Sie trägt keinen Namen, keine Telefonnummer, keine Zahlungsdaten und keine Vorgeschichte, der jemand nachgehen könnte. Die Adresse ist echt; die Identität dahinter ist es nicht.
Was speichern Sie über mich?
Die ehrliche Antwort lautet „weniger, als Sie erwarten, aber nicht nichts“ — und die Einzelheiten gehören an eine Stelle statt in eine Zusammenfassung, die mit der Zeit vom Stand abweicht. Ausgeschrieben stehen sie in der Datenschutzerklärung: was gespeichert wird, wie lange, und was den Server verlässt.
Hier steht nicht, was ich wissen wollte
Nutzen Sie den Link Feedback in der Fußzeile jeder Seite. Fragen, die mehr als einmal kommen, landen am Ende auf dieser Seite.